Gefäßverengungen abklären

Risiken für Gehirn, Herz, Nieren und Beine erkennen

Viele Veränderungen der Blutgefäße entwickeln sich über Jahre hinweg. Der Körper kann kleinere Einschränkungen der Durchblutung oft lange ausgleichen. Dennoch gibt es Warnzeichen, die auf Probleme in den Arterien hinweisen können. Dazu gehören beispielsweise Druck in der Brust bei Belastung, wiederkehrender Schwindel oder Schmerzen in den Beinen. Auch erhöhte Cholesterinwerte oder eine familiäre Vorbelastung können darauf hinweisen, dass sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden (könnten). Eine frühzeitige Abklärung hilft dabei, mögliche Engstellen rechtzeitig zu erkennen. Moderne radiologische Untersuchungen machen Blutgefäße sichtbar und ermöglichen es, Durchblutungsstörungen und Gefäßveränderungen sorgfältig zu beurteilen. So lassen sich Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine rechtzeitig erkennen.

Was sind Gefäßverengungen?

Arterien transportieren täglich große Mengen Blut durch den Körper. Herz, Gehirn, Nieren und Muskulatur sind darauf angewiesen, dass der Blutstrom ungehindert durch diese Gefäße fließen kann. Verändert sich jedoch die Innenwand einer Arterie, kann sich der Durchmesser des Gefäßes nach und nach verringern.

Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte Plaques. Dabei handelt es sich um Ablagerungen, die sich in der Gefäßwand bilden. Plaques bestehen vor allem aus Fettstoffen (insbesondere Cholesterin), Kalk, Bindegewebe und entzündlichen Zellen. Im Laufe der Zeit lagern sich diese Bestandteile in der inneren Gefäßschicht ab. Die Gefäßwand verdickt sich, verliert an Elastizität und ragt zunehmend in das Gefäßinnere hinein. Dadurch wird der Platz für den Blutfluss enger.

Diesen Prozess bezeichnet man als Arteriosklerose oder Gefäßverkalkung. Mit zunehmender Größe der Plaques nimmt die Verengung der Arterie zu. In manchen Fällen können sich Teile eines Plaques lösen und somit ein Blutgerinnsel entstehen lassen. Dies kann das betroffene Gefäß zusätzlich blockieren.

Warum sich solche Ablagerungen entwickeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Häufig tragen Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Rauchen, Diabetes oder Bewegungsmangel zur Entstehung bei. Auch das Alter spielt eine Rolle, da sich Gefäßveränderungen über viele Jahre hinweg entwickeln.

Wo können Gefäßverengungen auftreten – und welche Beschwerden entstehen?

Arterien durchziehen den gesamten Körper und versorgen Organe sowie Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bilden sich in diesen Gefäßen Engstellen, kann das den Blutfluss deutlich beeinträchtigen. Je nachdem, an welcher Stelle sich eine Verengung entwickelt, zeigen sich unterschiedliche Beschwerden und gesundheitliche Folgen.

Die Halsschlagadern transportieren Blut zum Gehirn. Entstehen hier Engstellen, gelangt weniger Sauerstoff in das empfindliche Gehirngewebe. Schon eine kurze Unterbrechung der Durchblutung kann die Funktion einzelner Hirnareale beeinträchtigen.

Das kann sich folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Schwindel oder plötzliche Unsicherheit beim Gehen
  • Sehstörungen oder verschwommenes Sehen
  • Sprachprobleme
  • Taubheitsgefühle oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein

Bei einer Durchblutungsstörung erhält ein Teil des Gehirns zu wenig Sauerstoff. Nervenzellen können dann ihre Aufgaben nicht mehr vollständig erfüllen. In manchen Fällen verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder. In diesem Zusammenhang spricht man von einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA).

Auch wenn sich die Symptome zurückbilden, gilt eine solche Episode als Warnsignal. Ohne Abklärung steigt das Risiko für einen Schlaganfall, bei dem Gehirngewebe dauerhaft geschädigt werden kann. Eine rechtzeitige Untersuchung der Hals- und Hirngefäße hilft, mögliche Engstellen zu erkennen und das individuelle Risiko besser einzuschätzen.

Die Koronararterien versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut. Verengen sich diese Arterien durch Ablagerungen in der Gefäßwand, gelangt weniger Sauerstoff zum Herzmuskel. Besonders bei körperlicher Belastung steigt der Sauerstoffbedarf des Herzens, während die verengten Gefäße den Blutfluss nicht mehr ausreichend erhöhen können.

Typische Symptome sind:

  • Druck oder Schmerzen in der Brust
  • Engegefühl hinter dem Brustbein
  • Atemnot bei körperlicher Anstrengung
  • Schmerzen, die in Arm, Rücken, Schulter oder Kiefer ausstrahlen können

Erhält der Herzmuskel vorübergehend zu wenig Sauerstoff, reagiert er häufig mit Brustschmerzen oder einem starken Engegefühl, einer sogenannnten Angina pectoris.

Auch wenn sich die Symptome oft wieder zurückbilden, sollten Sie eine solche Situation ernst nehmen. Eine ausgeprägte oder plötzlich zunehmende Durchblutungsstörung kann dazu führen, dass ein Teil des Herzmuskels dauerhaft geschädigt wird. In diesem Fall kann es auch zu einem Herzinfarkt kommen. Eine frühzeitige Untersuchung der Herzkranzgefäße hilft, Engstellen zu erkennen und das Risiko für schwerwiegende Folgen zu reduzieren.

Die Nieren erhalten ihr Blut über die Nierenarterien, die direkt von der Bauchschlagader (Aorta abdominalis) abgehen. Verengen sich diese Gefäße, gelangt weniger Blut in die Niere. Dadurch kann die Funktion des Organs beeinträchtigt werden.

Typische Hinweise können sein:

  • anhaltend hoher Blutdruck, der sich nur schwer einstellen lässt
  • immer schlechter werdende Nierenwerte im Blut
  • verminderte Nierenfunktion

Der Körper reagiert auf die schlechtere Durchblutung der Niere oft mit einer verstärkten Aktivierung von hormonellen Regulationsmechanismen, die den Blutdruck erhöhen. Deshalb fällt eine Nierenarterienstenose häufig zunächst durch Bluthochdruck auf.

Auch hier kann eine radiologische Untersuchung der Gefäße helfen. Bildgebende Verfahren zeigen, ob eine Verengung der Nierenarterie vorliegt und wie stark sie ausgeprägt ist. So lässt sich das Risiko besser einschätzen und eine geeignete Behandlung planen.

Die Arterien in den Beinen übernehmen eine wichtige Aufgabe bei der Versorgung von Muskeln, Haut und Gewebe. Verändern sich die Gefäßwände im Laufe der Zeit, kann sich der Durchmesser der Arterien verringern. Der Blutfluss in die Beine nimmt dadurch ab. Besonders beim Gehen oder Treppensteigen benötigen die Beinmuskeln jedoch mehr Sauerstoff. Verengte Gefäße können diesen erhöhten Bedarf nicht ausreichend decken.

Das führt häufig zu:

  • Schmerzen oder Krämpfen in den Waden beim Gehen
  • häufigen Gehpausen
  • kalten Füße oder blasser Haut an den Beinen
  • schlecht heilenden Wunden an Füßen oder Zehen

Erhalten Muskeln und Gewebe der Beine zu wenig Sauerstoff, treten häufig Schmerzen beim Gehen auf. Viele Betroffene bleiben deshalb nach kurzer Strecke stehen, bis die Beschwerden wieder nachlassen. Medizinerinnen und Mediziner bezeichnen dieses Krankheitsbild als periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) (umgangssprachlich „Schaufensterkrankheit“).

Schreitet die eingeschränkte Blutversorgung der Beinmuskulatur weiter voran, kann die Durchblutung auch in Ruhe unzureichend sein. In schweren Fällen leidet das Gewebe so stark unter dem Sauerstoffmangel, dass es dauerhaft geschädigt wird. Häufig entstehen dann schlecht heilende Wunden oder Schmerzen, die auch in Ruhe auftreten. In fortgeschrittenen Fällen kann Gewebe sogar absterben (Nekrose). Eine frühzeitige Abklärung der Beinarterien hilft, solche schweren Folgen möglichst zu verhindern.

Sind Gefäßverengungen und Durchblutungsstörungen dasselbe?

Die beiden Begriffe hängen eng zusammen, beschreiben jedoch nicht genau das Gleiche.

  • Gefäßverengungen
    Hierbei geht es um eine strukturelle Veränderung im Blutgefäß. Durch Plaques oder andere Veränderungen wird der Durchmesser der Arterie kleiner.
  • Durchblutungsstörungen
    Sie ist die Folge dieser Veränderung. Wenn das Gefäß zu eng wird, gelangt weniger Blut in das dahinterliegende Gewebe.

Eine Gefäßverengung kann also zu einer Durchblutungsstörung führen. Allerdings verursacht nicht jede Verengung sofort Beschwerden. Erst wenn der Blutfluss deutlich eingeschränkt ist, können Symptome entstehen.

Genau deshalb spielt die frühzeitige radiologische Diagnostik eine wichtige Rolle: Sie kann Gefäßveränderungen oft erkennen, bevor eine ausgeprägte Durchblutungsstörung entsteht.

Gefäßverengungen abklären in Düsseldorf: Radiologische Untersuchungen geben zuverlässige Diagnosen

Zur Abklärung möglicher Gefäßverengungen stehen Ihnen in unserem radiologischen Präventionszentrum in Düsseldorf verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

Eine Magnetresonanztomographie des gesamten Körpers dient der umfassenden medizinischen Vorsorge. Die Untersuchung bildet die Organe und Gewebe des Körpers in hoher Detailgenauigkeit ab. Dazu zählen unter anderem Gehirn, Bauchorgane sowie große Blutgefäße. Auf diese Weise lassen sich Veränderungen erkennen, noch bevor Beschwerden auftreten.

Auch Gefäße können in einer solchen Untersuchung sichtbar werden. So erhalten wir Hinweise zu Veränderungen an Gefäßverläufen und können bei Bedarf weitere Untersuchungen empfehlen.

Die Ganzkörper-MRT eignet sich daher besonders für Personen, die ihren Gesundheitszustand umfassend überprüfen lassen möchten oder Wert auf eine frühzeitige Erkennung möglicher Erkrankungen legen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Ganzkörper-MRT in Düsseldorf

Besteht bereits ein Verdacht auf eine Gefäßverengung oder eine Durchblutungsstörung, kann eine gezielte Darstellung der Blutgefäße wichtige Informationen liefern. Die Ganzkörper-Angiographie stellt die Arterien Ihres Körpers detailliert dar. Dazu gehören unter anderem Gefäße im Bereich des Halses, des Herzens, der Bauchorgane sowie der Beine.

Die Untersuchung zeigt den Verlauf der Gefäße und macht Engstellen oder Veränderungen der Gefäßwand sichtbar. Auch Bereiche mit eingeschränkter Durchblutung lassen sich so erkennen. Das gibt uns wichtige Informationen über Lage und Ausmaß möglicher Gefäßverengungen.

Die Untersuchungsergebnisse helfen dabei, das Risiko besser einzuschätzen und weitere diagnostische oder therapeutische Schritte zu planen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Ganzkörper-Angiographie in Düsseldorf

Radiologe Düsseldorf

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Gefäßgesundheit frühzeitig prüfen lassen in Düsseldorf

Gefäßverengungen und Durchblutungsstörungen entwickeln sich häufig über viele Jahre hinweg. Eine rechtzeitige Untersuchung kann helfen, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und mögliche Risiken für Herz, Gehirn oder Beine besser einzuschätzen. Die modernen diagnostischen Verfahren in unserem radiologischen Präventionszentrum in Düsseldorf

ermöglichen eine sorgfältige Darstellung Ihrer Blutgefäße und liefern wichtige Hinweise auf Engstellen oder Durchblutungsprobleme.
Mit Dr. May steht Ihnen ein sehr erfahrener Ansprechpartner für die radiologische Gefäßdiagnostik zur Seite.

Kontaktieren Sie uns gerne, um einen Termin für Ihre Untersuchung zu vereinbaren!

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